Das Schloss in der Gemeinde Königshain, neun Kilometer westlich von Görlitz in den gleichnamigen Bergen gelegen, hat am vorigen Wochenende wieder zu einem historischen Treiben eingeladen. Wer mittelalterlich gewandet kam, zahlte einen geringeren Beitrag, als andere Gäste. Handwerker- und Krämerstände standen vor dem Schloss, Tavernen, Garbrätereien und Bäckereien mit ihren Spezialitäten sorgten für Gaumenfreuden. Ein facettenreiches Programm aus Musik und Gaukelei klang von einer hölzernen Bühne herab oder zwischen den zahlreichen Gästen. Handwerker zeigten ihr Können, beispielsweise bearbeiteten Steinmetze Granit, wie er in Königshain abgebaut wurde. Der etwas über 1.000 Einwohner zählende Ort Königshain hat gleich zwei Schlösser und eine Geschichte, die über 725 Jahre hinausgeht. Nahe Görlitz, am Rande der Königshainer Berge, lädt diese einzigartige Schlossanlage mit dem Barockschloss Königshain und seiner Parkanlage, dem Renaissanceschloss und dem Profanbau Steinstock Besucher ein. Bis in das Jahr 1504 reicht die Geschichte des Wasser- und Renaissanceschlosses zurück. Der Görlitzer Kaufmann Hans Frenzel erwarb damals das Rittergut Königshain. Sein Sohn Joachim Frenzel errichtete dieses Schloss, das jetzt Kulisse für das Mittelalterspektakel war.(ras)
ZEITNAH – Nachrichten für die Lausitz
Königshain: Mittelalterliches Spektakel am Barockschloss
Teilen:







Schreibe einen Kommentar