Im Rahmen der Medienreise des Lausitzbeauftragten des Ministerpräsidenten ging es auch an die BTU Cottbus-Senftenberg. Am Forschungsstandort Senftenberg wurde das Projekt AVantiLT vorgestellt, das inzwischen auch über die Region hinaus auf Interesse stößt. Im Mittelpunkt steht die Mikroalge Spirulina, genauer das Cyanobakterium Arthrospira platensis. Ein entsprechender Stamm stammt ursprünglich aus Namibia. An der BTU wird die Alge inzwischen unter kontrollierten Bedingungen gezüchtet, von kleinen Laborkulturen bis hin zu Bioreaktoren mit mehreren hundert Litern. Die Forschenden untersuchen damit, ob bestimmte Inhaltsstoffe das Wachstum von Leberkrebszellen hemmen können. Dafür werden die Stoffe gewonnen und anschließend in verschiedenen Zellmodellen untersucht. Noch befindet sich die Forschung im Labor. Ziel ist zunächst, den verantwortlichen Wirkstoff und seine genaue Wirkweise zu identifizieren. Das Projekt wird von Dr. Sarah Kammerer und Dr. Steffen Braune geleitet. Beteiligt sind unter anderem die Bereiche Molekulare Zellbiologie und Thermodynamik. Das auf fünf Jahre angelegte Vorhaben wird mit 1,8 Millionen Euro vom Bund gefördert. Neben der medizinischen Forschung geht es auch um die wirtschaftliche Entwicklung der Lausitz. Gemeinsam mit einem regionalen Biotech-Unternehmen soll langfristig eine Wertschöpfungskette rund um die Alge entstehen, mit dem Ziel, auch hochqualifizierte Arbeitsplätze in der Biotechnologie in der Region zu schaffen.(pm/ki/mb)
ZEITNAH – Nachrichten für die Lausitz
Senftenberg: Mikroalgen als Hoffnung für die Krebsforschung
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