Am vorigen Wochenende wurde im Schlosspark von Königshain, nahe Görlitz, an zwei Abenden das 23. Sagenspiel aufgeführt. 50 Mitwirkende, davon 30 Schauspieler ermöglichen diese Aufführungen, die pro Veranstaltung etwa 750 Zuschauer haben. Es werden immer fünf neue Stücke aufgeführt, davon vier Sagen und ein Märchen. Maik Wobst, der Bürgermeister von Königshain, schreibt die Stücke selbst, schneidet sie jeweils auf die Schauspieler zu, spielt mit. Die Sagen stammen aus der Region Königshain, weitere aus der Oberlausitz und bis zum Riesengebirge, beispielsweise über Rübezahl oder den Hauptmann Karasek. In diesem Jahr erlebten die Gäste die Sage vom Klötzelmönch von Görlitz, wie die Weißenberger den starken Wind bekämpften, wie das Mehlmännlein den geizigen, hartherzigen Müller zu einem besseren Menschen machte und wie der Satan überlistet wurde. Als letztes Stück vor der Pause wurde das Märchen von den „Zehn Geißlein von Königshain“ aufgeführt. Das Märchen haben die Veranstalter extra in die Mitte verlegt, damit möglicherweise Familien mit kleinen Kindern danach nach Hause gehen können. Und danach ist dann eine große halbstündige Pause für die Versorgung. Der Ideengeber für diese Veranstaltungsreihe ist der ehemalige Heimatvereinsvorsitzende Joachim Mühle, der im Jahr 2001 auf den reichhaltigen Sagenschatz von Königshain hingewiesen hat und anregte, daraus etwas zu machen. Joachim Mühle, der bis heute der kulturelle Schloss-Herr in Königshain ist, freut es, dass seine Idee aufgegriffen wurde, die von Mal zu Mal immer mehr gewachsen ist.(ras)
ZEITNAH – Nachrichten für die Lausitz
Königshain: 23. Sagenspiele im Schlosspark wieder ein Höhepunkt
Teilen:







Schreibe einen Kommentar