In Kamenz wurde vergangene Woche die Print-Medienlandschaft im Osten diskutiert. Der Grund für den prall gefüllten Saal des Stadttheaters in Kamenz war neben dem Thema der Besuch dreier bekannter Herren auf der Bühne: Literatur-Experte Prof. Carsten Gansel, der mit „Ausradiert?“ das passende Buch zum Thema mitbrachte; Holger Friedrich, der Herausgeber der nun schon fast 10 Ausgaben umfassenden, neuen Zeitung am Markt, der Ostdeutschen Allgemeinen Zeitung; und Roland Dantz, Oberbürgermeister der Lessingstadt a.D. Letzterer hatte gemeinsam mit den Freien Wählern eingeladen, um mit seinen Gästen über die Wahrnehmung Ostdeutschlands in den Medien zu sprechen. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie öffentliche Meinungsbildung entsteht und warum eine offene Streitkultur mit der Darstellung unterschiedlicher Standpunkte dafür unverzichtbar ist. Zugleich wurde betont, dass die vielfältigen Erfahrungen ostdeutscher Biografien stärker als Chance für gesellschaftliche Entwicklung genutzt werden und auch öffentlich größere Beachtung finden sollten. Der positive Blick in die Zukunft solle dabei immer überwiegen.(fk)
ZEITNAH – Nachrichten für die Lausitz
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