LausitzWestlausitzKamenz: Landkreis kämpft für Geburtenklinik

Kamenz: Landkreis kämpft für Geburtenklinik

Im Streit um die geplante Schließung der Geburtshilfe und Gynäkologie am Kamenzer Krankenhaus ziehen die Kreisräte im Landkreis Bautzen jetzt gemeinsam an einem Strang. Vertreter verschiedener Fraktionen, von Freien Wählern über Bündnis Links-Grün bis hin zu AfD und BSW, haben einen Sonderkreistag beantragt. Politische Differenzen rücken dabei in den Hintergrund, um gemeinsam für den Erhalt der wohnortnahen Versorgung zu kämpfen, hieß es bei einem Gespräch am vergangenen Mittwoch. Die außerordentliche Kreistagssitzung soll am 27. Mai stattfinden. Dort will Landrat Udo Witschas auch die Kamenzer Klinikleitung mit den Schließungsplänen konfrontieren. Gleichzeitig kritisiert der Landrat die fehlende Kommunikation des Krankenhauses scharf. Der Landkreis selbst habe zwar kaum direkten Einfluss, wolle aber gemeinsam mit Partnern nach Lösungen suchen. Zuletzt forderte der Landrat auch in einen Brief Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping auf, die Schließung Ende Mai zu stoppen. Gegen die Schließung gibt es seit Wochen Proteste – zuletzt demonstrierten rund 900 Menschen auf dem Kamenzer Markt.(cb)

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