LausitzLausitzer SeenlandHoyerswerda: Zusestadt bald ohne Zuse-Computermuseum?

Hoyerswerda: Zusestadt bald ohne Zuse-Computermuseum?

Das Zuse-Computer-Museum ZCOM in Hoyerswerda steht vor einer ungewissen Zukunft. Nach Plänen der Stadtverwaltung sollen ab dem 1. Januar 2027 keine städtischen Zuschüsse mehr an die ZCOM-Stiftung fließen. Hintergrund sind offenbar anhaltende finanzielle Probleme.
Die erhofften Besucherzahlen wurden seit der Eröffnung des Museums im Jahr 2017 deutlich verfehlt. Im vergangenen Jahr kamen gut 10.000 Besucher – erwartet wurden bis zu 25.000 jährlich. Auch Spenden und Fördermittel blieben hinter den Erwartungen zurück. Zudem beendet die Wohnungsgesellschaft Hoyerswerda ihre finanzielle Unterstützung Ende 2026. Um den Betrieb aufrechtzuerhalten, wären nach Angaben der Verwaltung jährlich rund 250.000 Euro aus dem Stadthaushalt nötig. Angesichts der Haushaltskonsolidierung empfiehlt die Stadtverwaltung, die Finanzierung einzustellen. Über die Beschlussvorlage muss nun der Stadtrat entscheiden.
Allerdings mehren sich die Stimmen, welche auf die Bedeutung Zuses für Hoyerswerda hinweisen, nicht zuletzt auch, weil sie seit Jahren den Beinamen „Konrad-Zuse-Stadt“ trägt. Ob nun ein kompletter Rückzug vom ZCOM erfolgt, steht noch nicht fest. Immerhin ist Computervater Konrad Zuse auch Ehrenbürger von Hoyerswerda. Auch in der Außenwirkung wäre die Schließung des ZCOM nicht gerade imagefördernd, so die Kritiker des Vorhabens. Die Entscheidung des Stadtrates zum ZCOM und weitere Beschlüsse können Sie am Dienstag ab 17 Uhr live im Internet unter hoyerswerda.de mitverfolgen.(hps)

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    Rita Karstens

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