Die geplante neue Höchstspannungsleitung durch das Rödertal beschäftigt die Menschen in Großröhrsdorf weiter. Am Donnerstag informierten Stadt und Bürgerinitiativen über den aktuellen Stand und den Verlauf der sogenannten Bürgertrasse. Hintergrund ist die geplante 380-Kilovolt-Leitung „Elbe-Oberlausitz“ des Netzbetreibers 50Hertz. Sie soll unter anderem dazu beitragen, den steigenden Strombedarf im Dresdner Norden und insbesondere der dortigen Halbleiterindustrie abzusichern. Grundsätzlich richtet sich der Widerstand vor Ort nicht gegen den Netzausbau selbst. Kritik gibt es vor allem an den bislang untersuchten Trassenführungen. Nach Ansicht von Stadt und Bürgerinitiativen verlaufen diese zu nah an bestehenden Wohngebieten und würden Anwohner langfristig belasten. Deshalb wurde gemeinsam eine alternative Streckenführung entwickelt – die sogenannte Bürgertrasse. Sie soll größere Abstände zur Wohnbebauung ermöglichen und gleichzeitig die Anforderungen an den notwendigen Netzausbau berücksichtigen. Bei der Informationsveranstaltung am Donnerstag wurde der aktuelle Verlauf dieser Alternative vorgestellt und mit den Bürgerinnen und Bürgern diskutiert. Wie die Leitung am Ende tatsächlich durch die Region verlaufen wird, ist damit allerdings noch nicht entschieden. Das weitere Verfahren und die Prüfung der unterschiedlichen Varianten stehen noch aus.(rl)
ZEITNAH – Nachrichten für die Lausitz
Großröhrsdorf: Bürgerversammlung zur geplanten Höchstspannungsleitung
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