Am Städtischen Klinikum Görlitz ist erstmals eine biologische Gefäßprothese eingesetzt worden. Sie kommt für Patienten infrage, bei denen körpereigene Venen nicht geeignet sind und herkömmliche Gefäßprothesen keine ausreichende Lösung bieten. Das Implantat wird aus einer speziell aufbereiteten Rinderhalsschlagader hergestellt und kann bei komplexen Gefäßrekonstruktionen eingesetzt werden. Erstmals wurde die Prothese bei einem Patienten Mitte 70 verwendet, dessen Blutversorgung durch einen Verschluss einer großen Beckenarterie stark beeinträchtigt war. Wegen vernarbtem Gewebe nach früheren Behandlungen musste ein zunächst eingesetzter Kunststoffbypass ersetzt werden. Mit der biologischen Prothese konnte die Durchblutung anschließend nachhaltig gesichert werden. Die neue Methode ergänzt die bisherigen Behandlungsmöglichkeiten und wird jeweils im Einzelfall geprüft.(pm/ah)
Bildquelle: Katja Pietsch/Klinikum Görlitz








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