Der Maler und Bildhauer Georg Baselitz ist im Alter von 88 Jahren gestorben. Er galt als einer der renommiertesten Künstler Deutschlands. Seine Werke sind in Museen auf der ganzen Welt ausgestellt. 1938 wurde er in Deutschbaselitz als Hans-Georg Kern geboren. Er wählte später bewusst den Namen ,,Baselitz“ in Anlehnung an seinen Geburtsort. Seine künstlerische Laufbahn begann im damaligen Ost-Berlin, wo er 1956 ein Studium an der DDR-Kunstakademie Weißensee aufnahm. Nach zwei Semestern wurde er aufgrund ,,gesellschaftspolitischer Unreife“ exmatrikuliert. Sein Studium setzte er dann in West-Berlin fort. International bekannt wurde Baselitz vor allem durch seine auf den Kopf gestellten Motive. Damit entwickelte er eine eigene expressiv-figurative Bildsprache und prägte die Kunstwelt nachhaltig.
Sein Neffe, Thomas Kern, der unter dem Künstlernamen Dekern selbst künstlerisch tätig ist und seine Werke unter anderem in der Lauengalerie in Bautzen ausstellt, äußerte auf Social Media: ,,Viele Menschen fragen mich seit 3 Tagen wie mein Verhältnis zu meinem Onkel war. Schaut euch meine Kunst an und ihr findet jede Antwort.“
Trotz seiner internationalen Karriere blieb er seiner Lausitzer Heimat verbunden und unterstützte unter anderem kulturelle Projekte wie die Sanierung der Katechismuskirche. Auch im hohen Alter blieb Baselitz künstlerisch aktiv. Mit Georg Baselitz verliert die Kunstwelt eine prägende Persönlichkeit und auch die Lausitz einen ihrer bekanntesten Söhne.(pm/mb)







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