Am Ende überwog die Freude. Verraucht war der Ärger angesichts des schleppenden Fortgangs im Vorfeld, als der Präsident der Landesdirektion Sachsen, Bela Belafi am vergangenen Freitag im Malschwitzer Ortsteil Doberschütz den Planfeststellungsbescheid für den Bau eines Geh- und Radwegs an der Staatsstraße 109 überreichte. Dieser stellt das Ergebnis eines Verfahrens dar, das 2015 begonnen hatte, aber auf eine noch weitaus längere Vorgeschichte zurückblicken kann. Von einem „nicht ganz einfachen, aber auch nicht extrem komplizierten Verfahren“ sprach der Präsident dann auch bei der Übergabe. Jetzt gehen die Unterlagen zurück ans Landesamt für Straßen und Verkehr, kurz Lasuv, um die Ausführungsplanung fertigzustellen. Auch der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) freut sich über die Erteilung des Planfeststellunsgbeschlusses, weist aber darauf hin, dass der Radweg ohne Finanzierung nur ein leeres Versprechen bleibt. Der Malschwitzer Bürgermeister Matthias Seidel äußerte die Hoffnung, dass 2027 mit dem Bau begonnen wird. Der neue Radweg beginnt in der Ortslage Doberschütz im Bereich der Kreuzung S 109/ K 7220/Niederguriger Straße. Von dort führt er bis zum bereits ausgebauten Knotenpunkt der S 109 mit der B 156. Dort wird auch eine neue Querungsinsel gebaut, damit Radfahrer sicher zum Spreeradweg gelangen können. Insgesamt erstreckt sich der neue Geh- und Radweg über etwa 1,9 Kilometer.(um)
ZEITNAH – Nachrichten für die Lausitz
Malschwitz OT Doberschütz: Wird der Radweg an der S 109 jetzt zeitnah gebaut?
Teilen:






Schreibe einen Kommentar