Um 11.24 Uhr wurde es am Mittwoch sehr still in der Bockwitzer Straße in Lauchhammer. Genau um diese Uhrzeit starb vor einem Jahr ein Polizist aus Sachsen während des Einsatzes. Bei der Verfolgung einer Diebesgutbande wollte er einen Nagelgurt auf die Fahrbahn legen, um ein Fahrzeug zu stoppen, wobei er von einem Škoda Octavia erfasst und tödlich verletzt wurde. Zahlreiche Vertreter der Polizei gedachten gemeinsam mit den Ministerpräsidenten der Länder Sachsen und Brandenburg, Michael Kretzschmer und Dietmar Woidke, dem Verstorbenen. In unmittelbarer Nähe des damaligen Geschehens wurde eine Stele aus sächsischem Sandstein enthüllt, welche an den Einsatz und den Tod des Beamten erinnern soll. Sie wurde von beiden Bundesländern gemeinsam finanziert und entstand auf Vorschlag engagierter Einwohner aus Lauchhammer, um einen Ort des Erinnerns zu schaffen. Ein ortsansässiger Steinmetz hat die Stele gefertigt. Sachsens Polizeipräsident Lutz Rodig würdigte den verstorbenen Beamten als einen Polizisten, der seinen Dienst mit hoher Professionalität und großem persönlichen Einsatz versehen habe. Am 14. Januar soll vor dem Landgericht in Cottbus der Prozess gegen einen 27-jährigen Angeklagten beginnen, der mutmaßlich der Fahrer jenes Skoda Oktavia war. Ihm wird Mord zur Verdeckung einer Straftat vorgeworfen.(red)
Lauchhammer: Gedenken an getöteten Polizisten
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