Immer am Donnerstag hören Sie in unserer Reihe „kommentiert:“, dem Kommentar der Woche, eine persönliche Meinung eines Lausitzers. Heute kommt Moritz Dangrieß zu Wort. Er ist derzeit unser Jüngster im Pool der Kommentatoren und ist seit 2023 Abteilungsleiter beim Volleyballverein der Sportgemeinschaft Großröhrsdorf. Er spricht über das Thema „Vielleicht morgen“.(jb)
Der Kommentar zum Nachlesen:
Manchmal fühlt es sich an, als wären wir die Generation, die im Schleudergang des Lebens festhängt. Wir planen, wir studieren, wir hoffen. Und dann kommen Krieg, Inflation, Corona und Klimakrise.
Ehrlich, das ist wie ein Überraschungsei der Unsicherheit – man weiß nie, was diesmal drin ist. Kein Wunder, dass viele von uns das Gefühl haben: Zukunft? Vielleicht später.
Aber vielleicht liegt genau darin die Chance.
Sicherheit ist heute nichts, was man einfach hat.
Man muss sie sich irgendwie selbst bauen – Stück für Stück, mit Ideen, Mut und einem ordentlichen Schuss Humor.
Unsere Stärke liegt nicht darin, dass wir alles wissen, sondern dass wir uns anpassen können.
Natürlich ist es verlockend, einfache Antworten zu suchen.
Irgendwen zu finden, der „schuld“ ist.
Aber ehrlich gesagt: Das macht die Welt nicht sicherer, sondern nur kleiner.
Vielleicht ist das der Weg:
nicht auf den perfekten Moment zu warten, sondern einfach anzufangen.
Mal etwas riskieren, statt sich ewig zu fragen, ob’s klappt.
Sich gegenseitig zuzuhören, auch wenn man nicht immer einer Meinung ist und dabei zu akzeptieren, dass niemand den ultimativen Plan hat.
Wir alle tasten uns nur irgendwie durch.
Unsicherheit ist vielleicht gar kein Zeichen von Schwäche.
Vielleicht ist sie der Beweis, dass wir noch nicht aufgegeben haben.
Und genau da, mitten in diesem „Keine Ahnung, was kommt“,
liegt das Potenzial, es besser zu machen –
für uns, und vielleicht auch ein kleines bisschen füreinander.
Moritz Dangrieß






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