Die Verankerung der autochthonen nationalen Minderheiten im Grundgesetz ist aus Sicht des Domowina-Präsidiums überfällig. Bei seiner turnusmäßigen Sitzung im Haus der Sorben in Bautzen befasste sich das Gremium mit aktuellen politischen und organisatorischen Fragen. Kritisch bewertet wurde dabei die Haltung des Bundesministerium des Innern, das eine entsprechende Grundgesetzänderung derzeit nicht unterstützt. Nach Auffassung des Präsidiums sollte eine so grundlegende Entscheidung nicht auf ministerieller Ebene getroffen werden, sondern im Deutscher Bundestag beraten und entschieden werden. Die Domowina verweist auf ermutigende Rückmeldungen aus den Reihen von Bundestagsabgeordneten und kündigt an, ihr Anliegen weiter mit Nachdruck zu verfolgen. Zugleich richtet sie die Erwartung an den Beauftragten der Bundesregierung für nationale Minderheiten, Bernd Fabritius, sich aktiv für dieses Ziel einzusetzen. Darüber hinaus standen Berichte zu Delegationsreisen sorbischer Kulturensembles sowie organisatorische Vorbereitungen auf der Tagesordnung. Die nächste Sitzung des Bundesvorstandes ist für den 27. März in der „Alten Schule“ in Seidewinkel bei Hoyerswerda geplant.(pm/jb)
Bildquelle: domowina.de







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