Lausitznatürlich Lausitz: Der Portulak

Der Portulak, latainisch Portulaca oleracea, auch Gemüse-Portulak oder Sommerportulak genannt, ist als Pflanzenart in den gemäßigten Zonen weltweit verbreitet, also auch in der Lausitz. Portulak ist ein einjähriges, knackiges Kraut, das sich als sukkulente Pflanze perfekt an warme Tage anpasst. Er wächst meist kriechend oder leicht aufstrebend und wird zwischen 10 und 30 Zentimeter hoch – kultivierte Formen im Garten schaffen sogar stolze 40 Zentimeter. Seine etwa fünf Millimeter dicken Stängel sind saftig grün, nehmen bei reichlich Sonnenschein aber gerne einen tiefen Purpurton an. Die frischgrünen, spatelförmigen Blätter sind dicklich-fleischig und sitzen wechselständig an den Trieben. In ihren Achseln verstecken sich winzige, kaum sichtbare Haare. Von Juni bis Oktober zeigt der Portulak sein dezentes Blütenkleid. Am Ende der Triebe entfalten sich, umrahmt von vier Schutzblättern, meist ein bis fünf der kleinen, gelben Kronblätter. Sie öffnen sich über einem kugeligen Fruchtknoten, der von sieben bis fünfzehn Staubblättern umgeben ist. Sobald die Blüten verblühen, entwickeln sich daraus eiförmige Kapseln mit einem glänzenden, strohgelben Deckel. Springen diese auf, entlassen sie unzählige, winzige, schwarze Samen, die kaum einen Millimeter groß sind.

Der Portulak ist ein echter Überlebenskünstler im Beet und was vielen, die die Pflanze als Unkraut kennen und entfernen nicht bekannt ist: die frisch geernteten Blätter schmecken wunderbar nussig-säuerlich und verfeinern jeden sommerlichen Salat. In der Pfanne lässt sich das knackige Gemüse wie Spinat dünsten oder in Suppen mitkochen. Die dicken Stängel schmecken eingeholt in Essigsud wie Gewürzgurken und sind extra lange haltbar. Als Gewürz verleihen die zerkleinerten Triebe Quarkbrot oder Dips eine erfrischende, pikante Note und sind außerdem noch sehr gesund.(fk)

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