Die sorbische Grund- und Mittelschule Radibor, der Deutsche Gewerkschaftsbund und die Domowina erinnerten heute an Maria Grollmuß. Die kleine Outdoor-Veranstaltung fand anlässlich des 130. Geburtstag an dem vor fünf Jahren als „Frauenort in Sachsen“ eingeweihten kleinen Denkmal vor dem Radiborer Schulgebäude statt. Maria Grollmuß wurde am 24. April 1896 als Tochter eines sorbischen, aus Radibor stammenden Lehrers in Leipzig geboren. Nach der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten wählte sie den Ort Radibor aufgrund seiner Nähe zur Tschechoslowakei zum Wohnsitz. Von hier aus schmuggelte sie illegale Literatur und leistete Hilfe zur Flucht aus Nazideutschland. 1934 wurde Grollmuß nach Denunziation verhaftet, am 6. August 1944 starb sie im KZ Ravensbrück.(um)
ZEITNAH – Nachrichten für die Lausitz
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