Die Stadt Hoyerswerda hat eine zentrale Entscheidung für die Wärmewende getroffen: Der Stadtrat beschloss mit Mehrheit die Umsetzung einer Kommunalen Wärmeplanung. Hintergrund ist das absehbare Ende der Fernwärmelieferungen aus Schwarze Pumpe Anfang der 2030er-Jahre. Gemeinsam mit den Versorgungsbetrieben Hoyerswerda arbeitet die Stadt nun an einem Konzept, wie die Wärmeversorgung bis 2045 schrittweise auf erneuerbare Energien umgestellt werden kann. Insgesamt plant die VBH Investitionen von rund 70 Millionen Euro. Dabei werden neue Erzeugungsformen wie Wärmepumpen, Solar- oder Seethermie sowie Speicherlösungen geprüft. Ein erstes Schlüsselprojekt ist bereits weit fortgeschritten: Das Spitzenheizwerk im Industriegelände wird zum Grundlastheizwerk ausgebaut und soll künftig einen Großteil der Fernwärme liefern – zunächst auf Gasbasis als Übergangslösung. Künftig soll Fernwärme aber nicht nur in der Neustadt, sondern verstärkt auch in der Altstadt, etwa im Bereich Elsterbogen und im historischen Stadtkern, ausgebaut werden. Ziel ist eine bezahlbare, langfristig klimafreundliche Versorgung – sodass Fernwärme auch in Zukunft, nach dem Ende der Lieferung aus Schwarze Pumpe, das attraktivste Angebot bleibt.(ah/mp)
ZEITNAH – Nachrichten für die Lausitz
Hoyerswerda: Stadt stellt Weichen für Wärmewende
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