In kommentiert: , dem Kommentar der Woche, geht es, wie immer, wieder um ein Lausitzer Thema. Erstmals zu hören ist Peg Koedel, die Leiterin des ZCOM Zuse-Computer-Museum in Hoyerswerda. Sie bringt mit ihren vielen Ideen frischen Wind für Jung und Alt in die digitalen Themen, obwohl die ja auch eine Zumutung sein können. Chancen und Risiken, wer könnte diese besser beurteilen?(fk)
Die Zumutungen der digitalen Welt
Was vielen Menschen früher suspekt war – dass andere ständig mitbekommen, was sie tun, mit wem sie reden, wo sie sind – steckt heute in ganz normaler Technik: im Handy, im Internet, in Apps. Vieles wirkt selbstverständlich, weil Sie es täglich nutzen: um mit der Familie zu schreiben, Fotos zu verschicken, Überweisungen zu machen oder Arzttermine zu vereinbaren.
Dabei ist die Technik nicht nur praktisch, sie schaut auch mit: welche Seiten Sie anklicken, wie lange Sie etwas ansehen, wo Sie sich aufhalten. Vieles geschieht im Hintergrund, ohne dass klar ist, wer das weiß und wofür diese Daten genutzt werden. Deshalb lohnt es sich, genauer hinzuschauen.
Genau hier setzt das ZCOM Zuse-Computer-Museum an. Als Museum zeigt es, wie Computer unsere Welt verändert haben – mit allen Chancen und Risiken. Als Bildungsort bietet es Raum, digitale Technik in Ruhe zu verstehen, statt ihr ausgeliefert zu sein. Mit dem Projekt „Mobiles Alteria – sehen, probieren, verstehen“ besteht dieser Lernort nicht nur in Hoyerswerda sondern kommt zu Ihnen in die Region: Mittels einer mobilen Präsentation können Sie digitale Hilfsmittel für den Alltag kennenlernen und ausprobieren, ohne etwas kaufen zu müssen.
Damit verbunden ist ein klares Ziel: Ihnen ein würdiges und selbstbestimmtes Leben in den eigenen vier Wänden so lange wie möglich zu erhalten. Digitale Hilfsmittel sollen den Alltag erleichtern – etwa erinnern, unterstützen, absichern –, ohne Ihnen Entscheidungen abzunehmen oder Sie zu überwachen. Es geht nicht darum, den Menschen durch Technik zu ersetzen, sondern technische Lösungen so einzusetzen, dass sie Ihnen Sicherheit, Entlastung und Freiheit schenken: für das, was Ihnen wichtig ist, in den Räumen, in denen Sie zu Hause sind.
Unterstützt werden Sie dabei von Technikbotschafterinnen, die selbst älter als 55 Jahre sind. So verbinden sich ganz praktische Alltagsfragen mit einer größeren Idee: der digitalen Unabhängigkeit.






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