Rothenburg/Niesky: Krankenhauszusammenschluss steht bevor

Seit der Ankündigung der Krankenhausreform durch Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach im Jahr 2022 steht die Krankenhauslandschaft unter massivem Veränderungsdruck. Was für manche Großstädte leichter zu stemmen ist, wird auf dem Land schnell zur Existenzfrage. In Niesky und Rothenburg will die Diakonie nicht warten, bis sich die wirtschaftliche Lage weiter zuspitzt. Die Krankenhäuser in Niesky und Rothenburg, nur rund zehn Kilometer voneinander entfernt, sollen nun zusammengeführt werden. Die Krankenhäuser in Niesky und Rothenburg, nur rund zehn Kilometer voneinander entfernt, sollen deshalb zusammengeführt werden. Der Zusammenschluss soll zum einem die Versorgung der Bevölkerung sichern, die Arbeitsplätze erhalten und die diakonische Prägung der Häuser bewahren. Gleichzeitig reagieren die Träger damit auf die Vorgaben der Krankenhausreform sowie auf steigende Kosten und wachsenden Fachkräftemangel. Künftig sollen die beiden Standorte ihre Stärken gezielt bündeln. Ein weiterer Aspekt des Zusammenschlusses ist die Frage der Ausbildung und Nachwuchsgewinnung. Auch hier sehen die Verantwortlichen Entwicklungsmöglichkeiten, die im Zuge der neuen Struktur künftig eine größere Rolle spielen sollen. Für die Beschäftigten soll der Zusammenschluss vor allem Verlässlichkeit bringen. Die Träger verweisen darauf, dass die bestehenden Strukturen nicht auf Kosten der Mitarbeitenden verändert werden sollen. Der weitere Weg wird derzeit gemeinsam ausgelotet, unter anderem in Arbeitsgruppen, die die künftige Zusammenarbeit der beiden Standorte vorbereiten. Über die organisatorischen Fragen hinaus geht es bei der Fusion um eine grundsätzliche Weichenstellung. Angesichts steigender Kosten und neuer gesetzlicher Vorgaben suchen die diakonischen Träger nach einem Weg, medizinische Angebote in der Region dauerhaft abzusichern, ohne einen Standort aufzugeben. Was mit der Krankenhausreform auf Bundesebene angestoßen wurde, nimmt damit in Niesky und Rothenburg konkrete Formen an. Der Zusammenschluss steht für den Versuch, Kräfte zu bündeln und die Versorgung an die Bedingungen im ländlichen Raum anzupassen.(pm/mb)

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